Die Besonderheiten des niederländischen Immobilienmarkts

16-08-2018

Liebe Freunde und Geschäftspartner,

heute möchte ich mit Ihnen einen Blick in die Niederlande werfen, der Heimat unseres Mutterkonzerns. Aus aktuellem Anlass: Seit ein paar Wochen habe ich eine neue junge Kollegin bei mir. Kerstin Balkenborg, zweisprachig, in beiden Kulturen, der deutschen wie der niederländischen, zu Hause. Kerstin hielt neulich einen Vortrag über die Besonderheiten des niederländischen Immobilienmarkts vor der deutsch-niederländischen Handelskammer. Und ging dabei auch auf die kulturellen Unterschiede beider Länder ein. Dazu später mehr. Vorab aber einige Daten und Fakten über unseren Nachbarn:

17 Millionen Einwohner, 488 Menschen pro km². Damit ist die Niederlande das am dichtesten bevölkerte Land der EU. Etwa ein Drittel des Landes liegt unter dem Meeresspiegel. Das Wirtschaftswachstum soll in diesem Jahr erwartungsgemäß rund 2,8 Prozent betragen. Damit wächst die niederländische Wirtschaft erneut schneller als der europäische Durchschnitt. Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien steigt entsprechend. Eine Besonderheit: Die Mieten orientieren sich an der Entwicklung der Verbraucherpreise.

Die Niederlande ist das europäische Tor zum internationalen Güterverkehr: Allein die Häfen von Amsterdam und Rotterdam wickeln rund 45 Prozent des europäischen Warenumschlags über den Schiffsverkehr ab. Und der Amsterdamer Flughafen Schiphol ist der drittgrößte Luftfrachtflughafen der EU. Etwa 24 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind im Bereich Transport und Logistik tätig. Der Flächenumsatz Logistik hat sich im vergangenen Jahr mit einem Plus von 117 Prozent im Vergleich zu 2016 mehr als verdoppelt.

Der soziale Wohnungsbau hat im Königreich eine lange Tradition. Sozialwohnungen bestimmen den Markt stärker als in irgendeinem anderen europäischen Land. Die Mieten dieser subventionierten Wohnungen sind vergleichsweise niedrig, sie sind allerdings auch kaum zu bekommen, die Wartelisten extrem lang. Seit einigen Jahren ist die niederländische Politik dabei, den stark regulierten Vermietungsmarkt zu liberalisieren. Infolge dessen erstarkt der freie Markt. Dabei leben mehr als 60 Prozent der Niederländer in Privateigentum, meist in einem eigenen Haus, und sind ständig bestrebt, in ein größeres zu ziehen. Möglich ist das durch die in Vergleich zu Deutschland deutlich geringeren Erwerbsnebenkosten.

Auch das Interesse internationaler Investoren an Immobilien in den Niederlanden ist in den vergangenen Jahren immens gestiegen. Um rund 40 Prozent erhöhte sich das Investitionsvolumen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr – besonders gefragt: Core-Büro-Immobilien. Alles in allem sind das hervorragende Rahmenbedingungen für Immobilieninvestments in den Niederlanden. Sollten Sie jetzt aufbrechen, um bei unseren Nachbarn geschäftlich tätig zu werden, gilt folgendes zu beachten:

Auf gute Geschäfte mit unseren liebenswerten Nachbarn!

Ihr Dirk Schumacher

 

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